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Sonntag, 15. November 2015

Decke aus pflanzengefärbter Wolle

Endlich ist die Decke aus den diesjährig mit Naturfarben gefärbten Sockenwollsträngen fertig geworden.
Maße: ca. 1,35 x 2 m, wobei sich die Decke stark dehnt, es könnten also auch 1,50 x 2,20m sein...
Gewicht: ca. 1,9 kg







links: Decke von diesem Jahr, rechts: Decke vom letzten Jahr

Sonntag, 11. Oktober 2015

Pflanzenfarben Sommer 2015

Dalien-Färbungen

von links: Feige, Birke, Apfelrinde (2x)

Stockrose, von links nach rechts 1. bis 5. Zug

Blauholz, 1. - 5. Zug

im Uhrzeigersinn: Feige, Birke, 2x Apfelrinde, 3x Dalie, 5x Stockrose, 5x Blauholz, 3x Überfärbung von verschiedenen Gelbtönen mit Schilfblüte, 5 x Schilfblüte
alle Rot- und Rosatöne: Cochenille, unten rechts Überfärbung von Cochenille mit Indigo

verschiedene Färbungen bzw. Überfärbungen mit Indigo: v.l. 2x reiner Indigo, 2x Reseda überfärbt, 1x Schilfblüte überfärbt, 2x Überfärbung verschiedener gelbtöne, 1x reine Indigofärbung, die als letzte in der Küpe gemacht wurde, in der zuvor verschiedene Gelbtöne überfärbt wurden (ergab ein strahlendes Türkis)


alle Färbunen des Tages

ein Teil der diesjährigen pflanzengefärbten Wolle

Montag, 13. April 2015

Wolle färben mit Bluthautkopf

Endlich habe ich die Bluthautköpfe, die ich letzten Herbst gesammelt und getrocknet habe, ausprobiert.





36g getrocknete Pilze habe ich über Nacht in mittelhartem Leitungswasser eingeweicht und auch gleich einen kleinen Strang (ca. 20g) kaltgebeizte Sockenwolle eingelegt. Am nächsten Vormittag war die Wolle bereits ziemlich rot, kaltfärben dürfte also funktionieren.



 

 


Ich habe die Pilze etwa eine Stunde leicht köcheln lassen, dann in ein Tuch gebunden und den bereits roten Strang noch einmal bei 80°C ca. 20 Minuten in die Farbbrühe gelegt.
Für den zweiten Zug kamen dann zwei 40g bzw. 25g Stränge in das Farbbad (80°C, 30 Min) und im dritten Zug zwei weitere, etwas leichtere Stränge. Ich habe auch noch einen 4. Zug mit etwa 16g Wolle durchgeführt.
Insgesamt habe ich mit den 36g Pilzen 140g Wolle gefärbt.
Die Farbe erinnert ein bisschen an Krapp, eher Rostrot. die ersten beiden Züge sind noch ganz ok, aber den 3. und 4. Zug finde ich ziemlich hässlich. Der wird wahrscheinlich noch einmal überfärbt werden, so mag ich die nicht verwenden.
Fazit:
Ich glaube diese Färbung muss ich kein zweites Mal durchführen, mir gefallen die Rottöne, die ich mit Cochenille oder einem Gemisch aus Cochenille/Krapp erzielen kann, wesentlich besser!

1. Zug, kaltgefärbt

Farben relativ originalgetreu:
oben Mitte: 1. Zug, erst kalt, dann heiß nachgefärbt
rechts 2. Zug
links unten 3. Zug
links oben 4. Zug

Dienstag, 7. Oktober 2014

Restesocken und Waschechtheit von Pflanzenfarben

Hier zwei weitere Restesockenpaare aus Industriewolle:


Pippi-Langstrumpf-Socken, aus Garnresten, die vor dem Stricken per Russian Join miteinander verbunden wurden. D.H. die Ringelung ist nicht genau vorhersehbar.


Im Folgenden zeige ich euch noch einmal die Restesocken aus mit Blauholz (lila) und Schilfblüten (grün) bzw. Salbei und Blutbuche (helleres, blaustichiges grün) gefärbter Wolle. Ich habe sie getrennt gewaschen, um die Waschechtheit der Pflanzenfarben zu testen. Meine Socken müssen ca. einmal wöchentlich eine Wäsche im normalen 40°C Baumwollprogramm aushalten, was die Pflanzenfarben bisher fast ohne Ausnahme wunderbar überstanden haben. Allerdings habe ich die Socken in der Regel gemeinsam gewaschen und Farbveränderungen sind mir daher nicht so sehr aufgefallen.
In diesem Experiment sieht man die Veränderung recht deutlich, allerdings nur im direkten Vergleich. Der obere Socken auf dem Bild ist ungewaschen, der untere einmal bei 40°C.
Die Grüntöne haben alle einen Gelbstich bekommen, auch diejenigen, die vorher eindeutig bläulich waren. Die Farbintensität hat sich aber nicht verändert. Einen Teil der mit Blauholz gefärbten Wolle hatte ich bereits vor der Verarbeitung gewaschen, weil diese Farbe ja laut Literatur schneller ausbluten soll. Zwei Wäschen hat die Farbe aber ohne jegliche Veränderung überstanden, was sich an den Streifen zeigt, die ungewaschen verarbeitet wurden.

Socken mit Pflanzenfarben gefärbt. Oben ungewaschen, unten gewaschen (40°C Baumwollprogramm).

Allgemein muss ich feststellen, dass die Waschechtheit der Pflanzen- und Naturfarben bisher (seit 6 Monaten in Benutzung) wirklich gut ist und nur die allerersten und am häufigsten gewaschenen Socken leichte Aufhellungserscheinungen haben, die man aber nur sieht, wenn man sie direkt mit den Originalfarbproben vergleicht. Allerdings muss dazugesagt werden, dass die Socken relativ wenig Licht abbekommen. Bei einem Pullover oder ähnlichem würden sich die Farben auf Grund der nicht ganz so guten Lichtechtheit bestimmt anders verhalten.

Fazit: Für Socken kann ich Pflanzengefärbte Wolle uneingeschränkt empfehlen.

Samstag, 27. September 2014

Ein paar ältere Sachen

Babydecke für meinen Neffen, 70 x 100cm, Dezember 2013

erster nassgefilzter Hausschuh, Wolle mit Cochenille gefärbt, aus dem Jahr 2009

Diese Socken sind dieses Jahr entstanden im Rahmen eines Chemie-Kurses. Die Wolle wurde von meinen Schülern gefärbt mit verschiedenen Naturfarben (Cochenille, Kamille, Anatto, Indigo)

Nadelgefilzter Fuchs aus dem Jahr 2009. Die Wolle wurde mit Walnuss gefärbt und ist mittlerweile schon etwas ausgebleicht.

Sonntag, 21. September 2014

Ich habe Bluthautköpfe gefunden!

Nachdem ich schon seit längerer Zeit mal mit Pilzen färben wollte und mir jetzt auch den Leitfaden zum Färben mit Pilzen von Karin Tegeler gekauft habe, war ich überglücklich, in unserem Wald eine Stelle mit dem Blutroten Hautkopf zu finden. Ich habe die Stelle bereits drei Mal besucht und die Pilze gleich im Backofen getrocknet. Es sind inzwischen schon 34g getrocknete Pilze.
Und so sehen sie aus:




Ich bin echt gespannt, welche Farbe das auf Wolle geben wird. Aber zuerst sammel ich weiter, weil ich für 100g Wolle etwa 60 - 80g benötigen werde.

Und das wurde daraus II

Kuscheldecke, kraus rechts gestrickt mit doppeltem Faden aus naturgefärbter Sockenwolle, ca. 1,30 x 1,80 M groß. Leider ist mir die Wolle ausgegangen, sie wird also noch wachsen, wenn ich neue gefärbt habe.

Detailansicht


Hase, ca. 20 cm groß, aus Sockenwolle mit 89% Merinoanteil

Und das wurde daraus:

 
Alle folgenden Socken wurden mit pflanzengefärbter Sockenwolle gestrickt. Da ich meistens nur kleine Stränge färbe, in der Regel so um die 16 - 20g schwer, entstehen daraus vor allem Ringelsocken. Die Ausnahmen davon sind auf den oberen Bildern zu sehen: Die 100g Stränge habe ich über Stühle gehängt zu Riesensträngen (5 - 10m Durchmesser)
 gewickelt und diese dann Abschnittsweise gefärbt, was dann beim Stricken lustige Ringel ergab. Letztlich gefallen mir die Blockstreifen aber besser.
 
Oben verschiedene Gelbtöne mit Indigo überfärbt, unten zusätzlich Cochenille

Oben Cochenille, unten Cochenille, gemischt mit Bluthasel, Blutpflaume etc.

Cochenille mit Bluthasel, Salbei und verschiedenen anderen Grünfärbern


Oben Blauholz mit Salbei, Bluthasel, Blutpflaume, Blutbuche, Schilfblüten, unten Zwiebel, Dahlie und Blauholz





Einige der Farben in der Übersicht





Es geht weiter mit den Naturfarben auf Wolle:

Die nächsten Färbungen wurden mit Cochenille und Blauholz durchgeführt. Je höher der Wollanteil, desto intensiver wurde die Farbe.

Rechts und vorne: Blauholz
Rest: Cochenille
 

Auf dem folgenden Bild sieht man Überfärbungen von Cochenille/Krapp (saurer Kaltauszug) sowie Cochenille/Blauholz. Zuerst habe ich mit Cochenille und Weinsäure gefärbt, anschließend jeweils überfärbt.

Vorne und vorne Mitte: Cochenille/Krapp
Rest: Cochenille/Blauholz

Samstag, 20. September 2014

Färben mit Naturfarben 2014

Hier sind die Ergebnisse der Färbeaktionen mit Naturfarben des Sommers 2014.
Gefärbt wurde Sockenwolle mit 75%Schurwolle/25% PA, 89%Merino/11% PA, 85%Merino/15% PA sowie reine Merinowolle.

Gefärbt wurde mit folgenden Färbedrogen:
  • Gelb: Kamille, Birke, Apfelrinde, braune Zwiebelschalen
  • Orange: Braune Zwiebelschalen, Dalienblüten, Krappwurzel
  • Rot: Krapp, Cochenille
  • Lila/Violett: Blauholz, Cochenille, Indigo
  • Blau: Waid, Färberknöterich, Indigo, Akelei
  • Grün: rote Zwiebelschalen, Salbei, Lupine, Schilfblüten, Bluthasel, Blutpflaume, Blutbuche, Clematis
Hier die verschiedenen Färbungen mit Lupine, Clematis, Akelei, Blutbuche und einer Mischung aus Birke und den anderen, weil mir die ursprüngliche Farbe nicht gefallen hat.
 
 
 
 
Von links: 1x Mischung?, 4x rote Zwiebelschale, 2x Salbei, 2x Lupine, 5x braune Zwiebelschale, 3x Apfelbaumrinde

und hier nochmal in Großaufnahme:








Als nächstes die Färbungen mit Schilfblüten (grün) sowie mit Dalienblüten (orange):